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Jeder Denkanstoß ist herzlich willkommen

Froschhausen – Ein „Bürgerprogramm 2021“ entwickelt zur Zeit der CDU Ortsverband in Froschhausen. „Wir haben im vergangenen Jahr mit unserer Umfrage Themen und Anregungen aus der Bevölkerung gesammelt und wollen diese nun ausarbeiten und mit den Bürgerinnen und Bürgern detailliert diskutieren“, erläutert CDU-Vorsitzender Thomas FJ Lortz das Vorhaben. Als es die allgemeine Situation noch zuließ, hatte der Ortsverband zu einem kommunalpolitischen Frühschoppen ins Gasthaus „Zum Lamm“ eingeladen.

Die Mandatsträger berichteten den über 40 Teilnehmern von den aktuellen Entwicklungen in Stadt, Kreis und Land. Stadtverordneter Thomas FJ Lortz berichtete zum Thema Verkehr: „Die Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt ist eine der wichtigsten Aufgaben für die kommunale Politik, dies wurde bereits bei unserer Umfrage deutlich.“ Lortz erinnerte an den einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2014, dass im Zuge des Baus des 3. Abschnitts der Umgehungsstraße entsprechende Maßnahmen für den Stadtteil getroffen werden sollen. „Wir haben hier zu bereits mehrere Vorschläge unterbreitet. Eine in beiden Fahrtrichtungen aktive Blitzersäule, das Versetzen des Ortsschilds und ein sofortiges Umsetzen eines möglichen LKW-Durchfahrtsverbot wurden von der SPD-FDP-FWS Koalition entweder abgelehnt oder bewusst ausgebremst“, kritisiert Lortz. Dem Vorschlag von Verbesserung der Querungsmöglichkeiten auf der Ortsdurchfahrt, wie Ampeln und Zebrastreifen, sei von der Stadtverwaltung keine Aussicht auf Erfolg gegeben worden. „Bis heute warten wir auf umsetzbare Vorschläge seitens der Rathauskoalition. Wenn unsere Anregungen schon meist nicht ernst genommen werden, dann erwarten wir zumindest alternative Vorschläge“ so Lortz. Der zur Zeit erfolgende barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen und die Einrichtung einer weiteren Haltestelle am Backesfeld seien zwar „eine klare Verbesserung im Hinblick auf die Erreichbarkeit und zur Beruhigung des Verkehrs, aber nicht der Weisheit letzter Schluss“, ergänzte Stadtrat Karl-Heinz Maurer.

Zum Thema Lärmschutzmaßnahmen entlang der A3 zeigte Stadtverordneter Achim Steibert die Zahlen, die durch ein Ingenieurbüro ermittelt wurden und die Hoffnung aller gedämpft hatten. So sind Lärmschutzmaßnahmen erst bei einem 4-spurigen Ausbau der A3 im Bereich des Möglichen. „Es ist gut, dass die Stadt Seligenstadt sich mit großer Mehrheit für einen solchen Ausbau ausgesprochen hat. Neben den dann möglichen Lärmschutz führt das auch zu einer Verkehrsberuhigung in Froschhausen. Die Stauumfahrung durch den Ort würde damit minimiert“, so Steibert.

Stadtverordnete Tatjana Ditzinger stellte einen Antrag der CDU vor: Am neuen Kindergarten sollen Verkehrsschutzgitter installiert werden. Diese stehen auch seit langer Zeit vor der Alfred-Delp-Schule. „Ein unkontrolliertes rennen auf die Straße würde somit unterbunden und gleichzeitig unterstützt dies auch das Halteverbot an dieser Stelle, welches meist nicht beachtet wird“, so Ditzinger.

Die Sanierung der Ortsstraßen sprach Stadtrat Karl-Heinz Maurer an. „Sehr begrüßenswert ist, dass für die Sanierung eines Abschnitts der Luisenstraße und insbesondere für den Jügesheimer Weg finanzielle Mittel im Haushalt der Stadt Seligenstadt bereitstehen. Die Ausgestaltung soll nach Ansicht der CDU, in enger Abstimmung mit den Anliegern erfolgen“, so Maurer. Die Toiletten im Untergeschoss des Bürgerhauses konnten endlich saniert werden. Diese seien noch im Zustand der 70iger Jahre gewesen. Ebenfalls für die CDU-Anregung einer neue Lichtanlage für das Bürgerhaus finden sich im Haushaltsplan Gelder wieder. „Unsere Anträge zur Sanierung des Kriegerdenkmals und einer Kostenermittlung für die dringend notwendige Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses sind von SPD, FDP und Freien Wählen leider abgelehnt worden.“

Das Thema Verwaltungsstellen griff Achim Steibert nochmal auf. „Die Schließung dieser Außenstellen in den Stadtteilen werde seit Jahren vorbereitet“, meint Steibert. „Ex-Bürgermeister Rolf Wenzel hatte bereits versäumt eine entsprechende technische Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die regelmäßigen Schließungen tun ihr Weiteres hinzu.“ Ein Antrag zur testweisen Einführung eines mobilen Bürgerbüros wurde seitens der Rathaus-Koalition abgelehnt.

Abschließend griff Stadtverordneter Volker Horn das Thema Ortsbild auf. „Unser Ziel ist die Erhaltung der historischen Gestalt des Ortskerns.“ Hierzu kündigte er eine Initiative für eine Gestaltungssatzung an.

CDU-Vorsitzender Thomas FJ Lortz kündigte, sobald die Situation es wieder zulässt, weitere Programmdiskussionsformate an. „Die Anregungen und auch die Kritik aus der Bevölkerung helfen uns bei unserer Arbeit sehr. Wir wollen bei der Kommunalwahl 2021 ein aussagekräftiges Programm für unseren Stadtteil anbieten. Jeder Denkanstoß ist hier herzlich willkommen.“